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Was mit deinen Daten passiert

Fassung

Entwurf – noch nicht rechtsverbindlich.

Diese Seite listet vollständig auf, worüber eine Datenschutzerklärung informieren muss. Die eingerahmten Stellen sind noch offen. Die Tabelle der beteiligten Dienste unter Punkt 5 ist dagegen bereits aus dem Programmcode zusammengetragen und beschreibt, was tatsächlich passiert.

1Wer verantwortlich ist

„Verantwortlicher“ ist die Person oder Firma, die entscheidet, was mit den Daten geschieht. An sie richtest du dich, wenn du etwas wissen oder etwas gelöscht haben willst.

Name oder Firma
wie im Impressum
Anschrift
wie im Impressum
E-Mail für Datenschutzfragen
Adresse, die auch wirklich gelesen wird

Artikel 13 Abs. 1 lit. a DSGVO.

2Datenschutzbeauftragter

Einen Datenschutzbeauftragten braucht nicht jeder. Für einen kleinen Dienst ist er meist nicht vorgeschrieben. Nur: Die Antwort muss hier trotzdem stehen – auch wenn sie „nein“ lautet.

Entweder: Name und Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten. Oder der Satz, dass keiner bestellt ist, weil die Voraussetzungen nach Artikel 37 DSGVO nicht vorliegen.

Artikel 13 Abs. 1 lit. b DSGVO.

3Kurz gesagt

Ein kurzer Absatz in einfachen Worten, bevor es genau wird. Er ist nicht vorgeschrieben, aber er ist der einzige Teil, den die meisten Menschen wirklich lesen – und die Erklärung muss ohnehin verständlich sein.

Drei bis fünf Sätze: Was Luan speichert, warum, wer es sonst noch zu sehen bekommt und wie man alles wieder loswird.

Artikel 12 Abs. 1 DSGVO verlangt eine klare und einfache Sprache.

4Wofür wir welche Daten verarbeiten

Für jede Sorte Daten muss dastehen: was genau verarbeitet wird, wozu, und mit welcher Erlaubnis. Die Erlaubnis heißt im Gesetz „Rechtsgrundlage“ und ist fast immer eine von vier: Vertragserfüllung (wir brauchen es, damit der Dienst funktioniert), gesetzliche Pflicht (etwa Rechnungen aufheben), berechtigtes Interesse (etwa Schutz vor Missbrauch) oder Einwilligung (du hast ausdrücklich zugestimmt).

Diese Verarbeitungen fallen bei Luan an. Jede braucht noch die Angabe von Zweck, Rechtsgrundlage und Aufbewahrungsdauer:

Wo wir uns auf ein „berechtigtes Interesse“ stützen, muss dieses Interesse ausdrücklich benannt werden. „Wir haben ein berechtigtes Interesse“ allein genügt nicht.

Artikel 13 Abs. 1 lit. c und d DSGVO; die Rechtsgrundlagen selbst stehen in Artikel 6 Abs. 1 DSGVO.

5Welche Dienste beteiligt sind

Luan läuft nicht auf einem eigenen Computer im Keller, sondern auf fremden Servern und benutzt fremde Dienste. Jeder davon bekommt einen Teil der Daten zu sehen. Wer das ist und wofür, muss hier stehen – das ist der Teil, den man nur mit Blick in den Programmcode ausfüllen kann.

Aus dem Programmcode zusammengetragen, Stand 1. August 2026.
Dienst Wer dahintersteht Wofür Läuft
Vercel Vercel Inc., Vereinigte Staaten Betreibt die Website und die Serverfunktionen. Jeder Seitenaufruf und jede Anfrage an Luan läuft hier durch, samt IP-Adresse und Zeitpunkt. ja
Supabase Supabase Inc.
Region des Projekts prüfen
Datenbank und Kontoverwaltung. Hier liegt praktisch alles: E-Mail-Adresse, verschlüsseltes Passwort, Gespräche, Nachrichten, Gedächtnis, Erinnerungen, Routinen, Timer, Protokolle, Guthaben. ja
OpenRouter OpenRouter Inc., Vereinigte Staaten Vermittelt jede Anfrage an das passende Sprachmodell. Übermittelt werden der Nachrichtentext und die Auszüge aus dem Gedächtnis, die für die Antwort herangezogen werden. ja
Google Google
Vertragspartner prüfen: Irland oder USA
Drei Rollen: das günstige Sprachmodell für Alltagsanfragen, die Umwandlung von Sprachnachrichten in Text und die Sprachausgabe. ja
Anthropic Anthropic PBC, Vereinigte Staaten Das starke Sprachmodell für aufwendige Aufgaben, angesteuert über OpenRouter. ja
Cloudflare Cloudflare Inc., Vereinigte Staaten Betreibt das mittlere Sprachmodell. Hinter einem Modellnamen stehen bei OpenRouter mehrere Firmen; hier ist ausdrücklich Cloudflare festgelegt. ja
Telegram Telegram FZ-LLC
Sitz prüfen
Zweiter Weg zu Luan. Wer Telegram verknüpft, dessen Nachrichten, Sprachnachrichten und Chat-Kennung laufen über Telegram. auf Wunsch
Open-Meteo Open-Meteo
Betreiber und Sitz prüfen
Wetter für das Morgenbriefing. Übermittelt werden der gesuchte Ortsname und die Koordinaten, kein Name und keine Kontokennung. ja
Google Fonts Google Die beiden Schriftarten der Seite werden beim Aufruf von Googles Servern geladen. Dabei erfährt Google die IP-Adresse – auch von Menschen, die kein Konto haben. ja
esm.sh esm.sh
Betreiber und Sitz prüfen
Von dort lädt der Browser die Programmbibliothek, mit der die Seite mit der Datenbank spricht. Auch dabei fällt die IP-Adresse an. ja
Resend Resend Inc., Vereinigte Staaten Vorgesehen für den Versand von E-Mails, etwa dem Anmeldelink. Der Zugangsschlüssel liegt bereits in der Konfiguration, im Programmcode ist der Versand noch nicht angeschlossen. vorbereitet
OpenAI OpenAI
Sitz prüfen
Ausweichweg für Spracherkennung und Sprachausgabe. Wird nur benutzt, wenn er in der Konfiguration ausgewählt ist – derzeit ist Google eingestellt. nein
ElevenLabs ElevenLabs
Sitz prüfen
Zweiter Ausweichweg für die Sprachausgabe. Derzeit nicht ausgewählt. nein
Google Health Google Fitnessdaten wie Trainingseinheiten, wenn jemand sein Google-Konto ausdrücklich verknüpft. auf Wunsch
ntfy ntfy
Betreiber und Sitz prüfen
Benachrichtigungen aufs Handy. In der Konfiguration abgeschaltet. nein

Noch einzutragen: Mit welchen dieser Firmen ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht. Ohne einen solchen Vertrag darf ein Dienst keine personenbezogenen Daten für uns verarbeiten. Und sobald Zahlungen dazukommen, gehört der Zahlungsdienstleister in diese Tabelle.

Zwei Zeilen verdienen einen zweiten Blick, weil sie schon greifen, bevor sich überhaupt jemand anmeldet: Google Fonts und esm.sh werden beim bloßen Öffnen der Seite geladen. Wenn das nicht sein soll, müssen Schriften und Bibliothek mit ausgeliefert werden statt von fremden Servern zu kommen.

Artikel 13 Abs. 1 lit. e DSGVO für die Empfänger, Artikel 28 DSGVO für den Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

6Daten außerhalb Europas

Viele der Dienste in der Tabelle sitzen in den Vereinigten Staaten. Daten dorthin zu geben ist erlaubt, aber nur mit einer Absicherung – und die muss hier benannt werden, nicht bloß behauptet.

Artikel 13 Abs. 1 lit. f, Artikel 44 bis 49 DSGVO.

7Wie lange wir alles aufheben

Für jede Datensorte braucht es eine Frist – oder, wenn sich keine feste Frist nennen lässt, wenigstens die Regel, nach der entschieden wird. „So lange wie nötig“ allein reicht nicht.

Konto und Gespräche
bis zur Löschung des Kontos, danach Nachlauffrist?
Gedächtnis
Frist festlegen
Sprachaufnahmen
idealerweise: sofort nach der Umwandlung in Text
Protokolle des Servers
Frist festlegen
Rechnungen
sieben Jahre nach § 132 Bundesabgabenordnung
Nachweis der Zustimmung
solange er als Nachweis gebraucht wird

Artikel 13 Abs. 2 lit. a DSGVO.

8Deine Rechte

Diese Rechte hat jeder, immer, und sie kosten nichts. Sie müssen einzeln aufgezählt werden – ein Sammelsatz genügt nicht.

Beschwerde bei der Behörde

Wenn du meinst, dass hier etwas falsch läuft, kannst du dich beschweren – ohne uns vorher zu fragen:

Zuständige Behörde
Österreichische Datenschutzbehörde
Barichgasse 40–42, 1030 Wien
dsb.gv.at

Wie du diese Rechte ausübst

An welche Adresse man sich wendet und innerhalb welcher Frist geantwortet wird – gesetzlich ist ein Monat vorgesehen.

Artikel 13 Abs. 2 lit. b, c und d DSGVO. Der Hinweis auf das Widerspruchsrecht muss laut Artikel 21 Abs. 4 DSGVO getrennt und hervorgehoben dargestellt werden.

9Musst du diese Daten hergeben?

Hier steht, welche Angaben nötig sind, damit überhaupt ein Konto entstehen kann – und was passiert, wenn man sie nicht macht.

Welche Angaben zwingend sind, welche freiwillig, und welche Folge das Weglassen hat.

Artikel 13 Abs. 2 lit. e DSGVO.

10Automatische Entscheidungen

Gemeint sind Entscheidungen, die ein Computer allein trifft und die spürbare Folgen haben – etwa eine automatische Sperre des Kontos. Dass eine KI eine Antwort schreibt, fällt noch nicht darunter. Wenn es solche Entscheidungen gibt, muss erklärt werden, wie sie zustande kommen und wie man einen Menschen dazwischenschalten kann.

Entweder die ausdrückliche Feststellung, dass es keine solchen Entscheidungen gibt. Oder: welche Entscheidungen automatisch fallen, nach welcher Logik, mit welcher Tragweite – und dass man eine Überprüfung durch einen Menschen verlangen kann.

Zu prüfen ist dabei die automatische Sperre bei aufgebrauchtem Guthaben und der Schutz vor zu vielen Anfragen in kurzer Zeit.

Artikel 13 Abs. 2 lit. f und Artikel 22 DSGVO.

11Was das Sprachmodell zu sehen bekommt

Das ist der Abschnitt, der bei einem KI-Assistenten am meisten zählt und in Standardvorlagen fehlt. Wer mit Luan schreibt, schickt seinen Text an ein Sprachmodell, das jemand anderer betreibt – und zwar zusammen mit dem, was Luan sich über ihn gemerkt hat.

Artikel 13 Abs. 1 lit. e und f DSGVO; besondere Kategorien nach Artikel 9 DSGVO; Kennzeichnungspflicht nach Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz.

12Sprachnachrichten

Eine Sprachaufnahme ist heikler als getippter Text: Man hört, wer spricht, in welcher Stimmung – und oft auch, wer sonst noch im Raum ist. Deshalb ein eigener Abschnitt.

Artikel 6 Abs. 1 lit. a DSGVO für die Einwilligung; Artikel 9 DSGVO, sobald eine Stimme zur Wiedererkennung verarbeitet würde.

13Cookies und Messung

Alles, was auf deinem Gerät gespeichert wird und nicht zwingend nötig ist, braucht deine Erlaubnis – und das Ablehnen muss genauso leicht sein wie das Zustimmen. Was für den Betrieb nötig ist, etwa die Anmeldung, braucht keine Erlaubnis, muss aber genannt werden.

§ 165 Abs. 3 Telekommunikationsgesetz 2021.

14Änderungen dieser Erklärung

Diese Seite trägt oben eine Fassung als Datum. Ändert sich der Text, ändert sich das Datum. Beim Anlegen eines Kontos wird festgehalten, welcher Fassung zugestimmt wurde – das ist der Grund, warum die Fassung ein Datum ist und keine unauffällige Nummer.

Wie über wesentliche Änderungen informiert wird.

Artikel 7 Abs. 1 DSGVO verlangt, dass eine erteilte Zustimmung nachgewiesen werden kann.